Content Diebstahl – Nervbacken eliminieren
Der Content Diebstahl ist kein neues Phänomen im Internet. Immer häufiger werden einfach ganze Texte geklaut und dann auf anderen Webseiten als eigene Artikel präsentiert. Dort werden sie mit Werbung versehen und die Content Diebe versuchen so auf illegale Weise Kasse zu machen. Damit man Content Diebstahl vermeiden kann, muss man zunächst verstehen, wie denn der Textklau vor sich geht.
Content Diebstahl – so werden Texte geklaut
- Content Diebstahl – aus dem Feed klauen
Der Feedreader ist das erste Instrument, mit dem man herrlich Texte klauen kann. Da sind wir dann auch schon beim ersten heiklen Thema, denn es gibt eine Möglichkeit den Content Diebstahl zu unterbinden, aber leider auch auf Kosten der Feedleser. Die erste Möglichkeit ist es den Feed zu kürzen. Ist ein Feed nicht mehr komplett vorhanden, kann er hierüber auch nicht mehr gestohlen werden. Das ist toll für den Artikel Schreiber, aber schlecht für die User, die gerne einen kompletten Feed im Feedreader lesen wollen. Auch ich habe den Feed unter anderem aus diesem Grund gekürzt, aber das ist nicht der einzige Grund.
Jeder der einen Blog betreibt investiert auch sehr viel Zeit in die Inhalte und Pflege. So bin ich auch auf jeden Leser angewiesen und Traffic ist nun mal ein wichtiges Qualitätskriterium. Des Weiteren, bietet ein gekürzter Feed auch Vorteile, denn man kann so besser die wichtigsten Artikel überfliegen. Ich habe in meinem Feedreader mehrere gekürzte Feeds und es kostet mich nur einen winzigen Klick um den ganzen Artikel dann zu lesen. Es sei mir hier also verziehen, dass ich meinen Feed nicht komplett ausliefere…
- Content Diebstahl – direkt aus dem Blog
Ein weiterer Aspekt ist, dass Artikel auch direkt aus der Webseite oder dem Blog heraus geklaut werden. Dagegen kann man sich eigentlich überhaupt nicht gegen wehren. Jeder Text, der im Internet zu lesen ist, kann auch schamlos kopiert und gestohlen werden. Wenn man also schon den Feedreader abgeriegelt hat, ist der Blog schon 50% sicherer, aber über die Webseite Texte zu klauen wird man nicht verhindern können. Das gleiche gilt hier natürlich auch für eigene Bilder und Fotos.
Content Diebstahl – Diebe finden
Jetzt weiß man schon, wie denn die Inhalte aus dem Netz gefischt werden. Nun gilt es die Content Diebe auch zu finden. Hierfür gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.
- Content Diebstahl – WordPress via Plugin abriegeln
Die erste Möglichkeit ist es seinen Feed zu schützen. Hierzu gibt es ein sehr gutes WordPress Plugin mit dem man seinen kompletten Feed vor Dieben schützen kann. Das Anti [protected] Content Diebstahl [/protected] Plugin von Bültge ist das beste was ich kenne und hier kann man sehr gute Einstellungen machen, die den Contentklau verhindern. Wichtigster Punkt ist hier der Digitale Fingerabdruck, den man unbedingt ausfüllen sollte. Der Rest des Plugins ist eigentlich selbsterklärend und sollte keine Probleme bereiten.
Mit diesem einmaligen Code kann man sehr gut die Google Suche bemühen und findet geklaute Texte wunderbar und schnell wieder. Je länger und einzigartiger der Code ist, desto besser…
- Content Diebstahl – mit Google Diebe entlarven
Ein weiterer Schritt ist es Auszüge der eigenen Artikel zu googeln. Dazu wahlweise einen Artikel öffnen und einen Auszug hieraus kopieren. Wichtig hierbei ist, dass man den Auszug in der Google Suche in “Anführungsstriche” setzt, sonst kommen zu viele Ergebnisse zustande. Kommt dann eine Fehlermeldung von Google (siehe Bild) kann man sicher sein, dass der Artikel nicht geklaut wurde.
Es gibt noch mehrere Webseiten die helfen geklaute oder kopierte Texte zu finden, aber Tante Google reicht hier eigentlich völlig aus. Die anderen Webdienste machen ja nichts anderes.
Content Diebstahl – wenn man einen Dieb gefunden hat
Ist der Content erst einmal geklaut und kopiert worden, wird es schon nerviger, denn jetzt gilt es den Schlingel zur Strecke zu bringen. Die meisten Content Diebe sind natürlich nicht in Deutschland ansässig und haben dann auch kein Impressum. Hier muss man sich dann an den Server- Provider wenden oder wiederum an Google.
- Content Diebstahl – Whois Abfragen
Um sich an den Server- Provider zu wenden muss man zunächst wissen, wer denn der Provider überhaupt ist. Das kann man mit der Whois Abfrage machen. Ich liste hier einmal die unterschiedlichen Möglichkeiten auf.
.de Adressen = Denic.de
Ausländische Adressen = Internic.net -zuständig für (.aero, .arpa, .asia, .biz, .cat, .com, .coop, .edu, .info, .int, .jobs, .mobi, .museum, .name, .net, .org, .pro, and .travel)
Weitere Möglichkeiten:
http://www.nic.com/nic/whois/
https://apps.db.ripe.net/search/query.html
http://www.domaintools.com/
- Content Diebstahl – bei Google petzen
Aber auch Google bietet es an zu petzen. Hierfür gibt es ein Formular mit dem man Webspam melden kann. Das können anstößige Inhalte sein, oder halt auch geklaute Texte. So gemeldete Inhalte werden zwar nicht direkt gelöscht, aber sie werden aus Google ausgesperrt. Der Content Dieb bekommt keinen traffic mehr und es wird uninteressant für ihn, weil er ja kein Geld mehr damit verdient
Das Formular findet man[protected] hier. [/protected]
Content Diebstahl – Fazit
Es ist super nervig wenn der eigene Content geklaut wurde. Besser ist es schon vorher die Diebe abzuschrecken. Wer vorher schon sämtliche Maßnahmen ergreift, hat hinterher weniger Ärger mit den geklauten Inhalten. Content Diebstahl ist leider nie auszuschließen, aber je weniger geklaut werden kann umso besser…
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30.Oktober, 2011 um 17:10 Uhr
[...] sehr interessanter Beitrag von Carsten Hoppe, wie man Contentdieben das Leben schwerer macht – zumindest wenn man selbst [...]
3.November, 2011 um 20:59 Uhr
Hallo und guten Abend,
vielen Dynk für den hilfreichen Text. Leider ist es bei mir schon zu spät und Content wird geklaut. Zwar mit einem Link auf meine Seite aber ohne Kenntlichmachung des Urhebers.
Es handelt sich um eine .de Domain und die Adressdaten im Impressum und Denic sind gleich. Lohnt sich der Postkontakt oder verschwendete Zeit? Telefon & Email gibt es nicht.
Liebe Grüße
Daniel
3.November, 2011 um 21:52 Uhr
@Daniel
Bei einer .de Domain haste nochmal Glück gehabt, denn hier kannst du dich an den Serverhoster wenden. Mit http://www.utrace.de bekommst du raus, wer der Serveranbieter ist. Denn anschreiben, anrufen, anmailen whatever.